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Namibia Unter
dem Sternenzelt Namibias Vom 08. - 17. Februar 2008 hatte ich die Möglichkeit mit DERTOUR an einem Länderspezialteilzunehmen. Ich habe mir die Tour mit Drifters ausgesucht, um so Namibia auf eine ganz besondere Weise kennenzulernen. Wer oder was ist Drifters ? Mit
Drifters zu reisen ist eine ganz besondere Art über Land durch Afrika abseits
der Trampelpfade mit speziell konstruierten Safari Trucks in kleinen Gruppen das
wahre Afrika zu erleben. Die Tiere, die Natur und die Menschen stehen ganz im
Vordergrund und diese Philosophie bewährt sich bereits seit über 20 Jahren.
Drifters konzentriert sich auf die verschiedenen Belange der Natur und der
Kulturen und ist in verschiedene ökologische und soziale Projekte involviert,
die man auf den verschiedenen Touren kennenlernt. Man muß kein „alter
Safarihase“ sein, denn der ausgebildete Driftersguide erklärt alles über das
Leben rund um den Busch.
Übernachtet
wird in „Drifters Inns“ oder in 2-Mann-Zelt mitten in der Natur. Das ist
Wildlife richtig erleben mitten in der Natur. Großer Luxus und Komfort müssen
zu Hause bleiben. Stattdessen gehören Teamgeist und Flexibilität ins Reisegepäck;
so zum Beispiel beim gemeinsamen Zubereiten der Mahlzeiten. Wenn mal nicht alles
nach Plan läuft,ist Improvisationstalent gefordert und mit Anpacken
notwendig. Dafür erlebt man unvergessliche Momente und im Team ist der Spaß
doppelt so groß. Es ist wirklich ein einmaliges Erlebnis die Buschdusche
aufzubauen, enen idealen Platz für die Bushtoilette zu finden und mit der
Gruppe gemeinsam unter Anleitung unseres Guides (Eugene) das Essen zu
zubereiten. Nach dem Essen sitzt man im Stuhlkreis beisammen, erzählt am
Lagerfeuer und genießt die Natur. Atemberaubend ist der Sternenhimmel und der
aufgehende Mond. Drifters Inns sind gemütliche kleine Herbergen. Sie befinden sich an besonders schönen Plätzen oder in Großstädten, wie zum Beispiel in Swakopmund. Die meisten der „Inns“ werden schon viele Jahre mit viel Herz von den „Inn Keepers“ geführt und man fühlt sich gleich wie zu Hause. Hier ein paar Stichproben aus dem Reisetagebuch: Mittwoch,
11.2.09 der „nun geht`s richtig los-Tag“ Frühes
Frühstück (05.00h) im Überraschungs-Zeltcamp. Fahrt nach Swakopmund, Bummel
durch den Ort, gepflegtes Päuschen im Swakopmund- Cafe (hmmmm), Einweisung im
Drifters Camp auf unsere Abenteuertour und einfaches Abends
toller Lagerplatz am „König-der-Löwen“-Felsen, Amarula- Sundowner und „Eugene,
do you know your name in german?“…”Don`t say it!!!” Gemeinsames
Kochen, Geschichten-Erzählen , Schlafsack unterm Sternenhimmel
Freitag,
13.2.09 Early-Bird-Tag 04.00h
Wecken/ 05.00h Frühstück/ 05.45h Abfahrt Gino
hat leider verpennt, und wir starten um 06.00h….ganz Macho bleibt das
unkommentiert. Fahrt nach Sossusvlei, Jeeps bringen uns zu den Dünen (wie
immer, wenn wir in diesem Fahrzeugtyp sitzen, beginnt es auch jetzt wieder zu
regnen). Just zum Kurze Fahrt in die Nähe von „Big Daddy“(ca.350m hoch), Gruppenbild mit Damen, Glisi tritt das DERTOUR-Logo in die Düne…. Spaziergang zum Death Vlei (Vlei =Lehmpfanne), dem „Tal des Todes“ Namibias.
Mittagessen
im Schatten der Bäume vor unserem Drifters- Bomber.. Wir
fahren weiter zur Duwisit-Drifter`s Lodge, wo wir unser Lager (und diesmal auch
die Zelte) für die nächsten zwei Nächte Am abendlichen Lagerfeuer werden wichtige Themen diskutiert. Folgende Essenz kann man festhalten: Frauen neigen zur Unterzuckerung, Männer sind eher unterhopft.
Samstag,
14.2.09 Botanical/ Geological-Fairytales-Tag (made by Peter) Granit-Berge
haben sich durch die extremen Temperaturunterschiede selbst vom Monolith zum
Steinhaufen-Berg zerbröselt. Unterschiedliche
geologische Zonen in 22ha großen Camp: -
Dünen-Zone: der eisenhaltige Sand speichert Feuchtigkeit sehr lange -
Berg-Zone: mit Sukkulenten und Köcherbäumen -
Flußzone: der Fluß ist unterirdisch, Bäume wurzeln bis zu 60 m tief, wachsen
sehr langsam, werden bis zu 2000 Jahre alt. - Graszone
Webervögel
nehmen auch Raubvögel in ihrer Kolonie auf, diese bewachen das Oryx
= Gemsbock braucht 7 Liter Wasser am Tag (vgl. Kühe 70L pro Tag); Peter fordert
uns auf: “to conserve water, eat oryx in namibia, please!“ Die
neugierigen Erdmännchen/Squirells brauchen gar kein extra Wasser, die Flüssigkeit
aus der Nahrung genügt. Sie nutzen ihre Schwänze zur Balance, als
Schattenspender und zur Stabilisation beim Aufrechtsitzen. Verteidigungs/
Fortpflanzungsmechanismen: Bäume gasen bei Gefahr ab – und warnen sich damit
in Windrichtung gegenseitig. Andere Bäume beherbergen Ameisen, die Angreifer ärgern.
Eine weitere Baumspezies stinkt wie Sch…, lockt damit Fliegen und Insekten an,
die die Bestäubung erledigen. Die eiweißreichen Beeren werden von Tieren
gefressen, verdaut (Magensäure weicht die harten Samen auf) und per Sch…
verteilt, so wird der Fortbestand garantiert. Mittagessen
vom Drifters-Truck: Gino kocht Pasta mit Thunfisch. Ein
wunderbar relaxter und heißer Nachmittags vergeht mit Gesprächen und Lesen im
Schatten der Truck-Plane. Bei nachlassender Hitze Spaziergänge und
Entdeckungstouren rund um unseren Zeltplatz. „Desert-Kurt“ läuft fast bis
Botswana, um einem verendeten Oryx die Hörner abzunehmen. Um halb sechs brechen wir mit Peter bei bereits dramatischem Licht zum abendlichen Gamedrive auf.
Die
Szenerie ist atemberaubend, die Landschaft wie gemalt und unendlich weit. Wir
sehen Erdmännchen, Gemsböcke, Oryxe, Strauße… und Regenwände, die direkt
auf uns zukommen. Zum Sundowner-Foto auf der Düne erreicht uns der Wolkenbruch.
Glücklicherweise ist Peters Jeep mit einer
Abermals
durchnässt bis auf die Haut kehren wir
zu Gino am Truck zurück, der im Regen über`m Lagerfeuer die Gemsbockwürste für
uns grillt. Wir legen uns trocken, retten schnell die abgetauchten Schlafsäcke
und Zelte und machen uns über das vielfältige Abendessen her. Der
Sternenhimmel ist faszinierend und so verbringen wir wieder einen wunderschönen
Abend im Stuhlkreis am Feuer. (Desert-Kurt
erzählt von einem marokkanischen Fleischgericht, und meint, es war so lecker,
es sei weggegangen wie Westpakete). A Draum!
Zu
guter Letzt noch einige Eckdaten zu Namibia. Namibia ist mehr als zweimal so groß
wie die Bundesrepublik und es leben nur ca. 2 Millionen Menschen dort, .davon
allein ca. 350.00 in der Hauptstadt Windhoek. Somit ist Namibia nach der
Mongolei das am spärlichsten besiedelte Land der Welt. Namibia wurde erst im
Jahr am 21. März 1990 unabhängig, die Amtssprach ist englisch und es
wird auf der „falschen“ Straßenseite gefahren. Durch
die deutsche Kolonialzeit (Deutsch-Südwestafrika) findet man noch viele
typische Deutsche
Häuser, vor allen Dingen in Swakopmnund und es wird noch viel deutsch
gesprochen.
Ich
bin mir sicher, dass ich dieses schöne Land nochmals bereisen werde und hoffe,
Ihnen auch ______________________________________________________________________
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